Begriff: Lichtkonzept
Definition
Ein Lichtkonzept ist die konzeptionelle Festlegung der Beleuchtung für einen Raum oder ein Gebäude. Das Lichtkonzept definiert Beleuchtungsebenen, Lichtquellen, Lichtfarben und Lichtstimmungen sowie das Zusammenspiel von Tageslicht und Kunstlicht. Die Planung bildet die Grundlage für spätere Leuchtenauswahl und technische Umsetzung.
Erklärung
Ein Lichtkonzept ist ein früher Planungsschritt innerhalb der Innenarchitektur. Das Lichtkonzept legt fest, welches Licht wo und zu welchem Zweck eingesetzt wird. Grundlage ist eine abgestimmte Beleuchtungsstruktur aus Allgemeinlicht, nutzungsbezogenem Licht und gezielten Akzenten. Das Lichtkonzept berücksichtigt Tageslicht, Kunstlicht und die gewünschte Atmosphäre. Die Planung ist keine reine Aufgabe der Elektroinstallation, sondern eine eigenständige gestalterische Leistung. Aus dem Lichtkonzept entsteht später der technische Beleuchtungsplan.
- Allgemeinbeleuchtung für Orientierung im Raum
- Funktionsbeleuchtung für Nutzung und Arbeit
- Akzentbeleuchtung für Stimmung und Hervorhebung
- Abstimmung von Tageslicht und Kunstlicht
- Festlegung von Lichtfarbe und Lichtwirkung
Relevanz in der Innenarchitektur
Ein Lichtkonzept ist für die Innenarchitektur wichtig, weil Licht Materialien, Farben und Raumproportionen direkt beeinflusst. Eine frühe Planung verhindert spätere Konflikte bei Installationswegen, Deckendetails und Einbausituationen und sichert eine stimmige Verbindung von Funktion und Atmosphäre.
Was ist der Unterschied zum Beleuchtungsplan?
Das Lichtkonzept beschreibt die gestalterische und funktionale Grundidee der Beleuchtung. Der Beleuchtungsplan ist das technische Ergebnis dieser Planung mit Leuchtenpositionen, Schaltgruppen und Installationsangaben.