Lexikon: Schalldämmung

Begriff: Schalldämmung

Definition

Die Schalldämmung bezeichnet die Eigenschaft eines Bauteils oder eine bauliche Maßnahme, die Übertragung von Schall zwischen zwei Räumen oder von außen nach innen zu verringern. Schalldämmung wirkt trennend und ist von Schallabsorption zu unterscheiden, die Nachhall und Reflexionen innerhalb eines Raumes reduziert.

Erklärung

Die Schalldämmung ist ein zentrales Thema im Innenausbau. Unterschieden wird zwischen Luftschalldämmung gegen Sprache oder Musik und Trittschalldämmung gegen Gehgeräusche. Die Wirkung entsteht vor allem durch Masse, konstruktive Entkopplung und absorbierende Materialien im Hohlraum. Starre Verbindungen zwischen Bauteilen verschlechtern die Wirkung deutlich und gelten als Schallbrücken. In Österreich bilden die ÖNORM B 8115-2 und ergänzende Schallschutzklassen die planerische Grundlage.

  • Luftschalldämmung bei Wänden, Türen und Decken
  • Trittschalldämmung im Bodenaufbau mit schwimmendem Estrich
  • mehrschalige Trockenbauwände mit Hohlraumdämmung
  • Vermeidung von Schallbrücken an Anschlüssen und Randbereichen

Relevanz in der Innenarchitektur

Schalldämmung ist für die Innenarchitektur wichtig, weil Trennwände, Böden, Decken und Türen die spätere Wohn- und Nutzungsqualität direkt beeinflussen. Fehler in Planung oder Ausführung lassen sich nach dem Ausbau nur mit hohem Aufwand korrigieren.

Was ist der Unterschied zur Schallabsorption?

Die Schalldämmung reduziert die Übertragung von Schall zwischen zwei Räumen. Die Schallabsorption reduziert Nachhall und Reflexionen innerhalb eines einzelnen Raumes.

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